„Anwalt Erbrecht Zürich“ liefert ChatGPTdrei Namen. Steht Ihre Kanzlei dabei?
Wer rechtlichen Rat braucht, tippt heute oft zuerst die Frage in ChatGPT, statt ein Verzeichnis zu durchsuchen. Die KI nennt eine kurze Liste von Kanzleien und damit steht der Erstkontakt fest, bevor jemand eine Website öffnet. Wir messen, ob Ihre Kanzlei auf dieser Liste erscheint, aus welchen juristischen Quellen die KI sie zusammensetzt und welche Massnahmen im Rahmen des Standesrechts wirken.

Was eine Kanzlei über Sichtbarkeit in ChatGPT wissen sollte
- Fach-Regio-Prompts wie „Anwalt Erbrecht Zürich“ landen direkt in ChatGPT und führen zu einer Namensliste von drei bis fünf Kanzleien.
- Die KI zieht ihre Namen aus dem SAV-Register, den kantonalen Aufsichtsregistern und Fachmedien wie Jusletter, Plädoyer und der AJP.
- Klar profilierte Spezialisten erscheinen bei Fachfragen häufiger als Generalisten mit breitem Tätigkeitsspektrum.
- Publizierte Gerichtsentscheide mit Parteivertreter-Nennung wirken als Expertise-Beleg, den niemand selbst platzieren kann.
- Jede empfohlene Massnahme bleibt im Rahmen von BGFA und kantonalen Berufsregeln. Das Berufsgeheimnis bleibt unberührt.
Die Mandatssuche endet oft, bevor jemand eine Kanzlei-Website öffnet.
Viele Mandate beginnen heute mit einer Frage an eine KI: „Welche Kanzlei ist auf Mietrecht in Luzern spezialisiert“, „An wen wende ich mich bei einer Erbausschlagung“, „Wer kommt für eine arbeitsrechtliche Kündigung in Betracht“. Die Antwort liefert drei bis fünf Namen, kurz begründet. Damit steht die Erstkontaktliste fest. Eine Kanzlei, die in dieser Antwort fehlt, wird nicht angerufen, auch wenn sie für das konkrete Anliegen fachlich die erste Wahl wäre.
Ein Top-Platz bei Google fängt das nur teilweise auf. Sie können bei der klassischen Suche nach „Anwalt Erbrecht“ vorne stehen und in der ChatGPT-Antwort auf dieselbe Frage trotzdem fehlen, weil das Modell seine Quellen anders auswählt und stärker auf juristische Verzeichnisse, Fachpublikationen und Entscheide stützt. Solange diese zweite Sichtbarkeit niemand misst, gehen genau die Anfragen verloren, die sich nie melden.
Sichtbar werden, ohne mit dem Werbeverbot in Konflikt zu kommen.
Der häufigste Vorbehalt von Anwältinnen und Anwälten betrifft das Standesrecht. Er lässt sich klären, bevor die erste Massnahme beginnt. Für Anwälte ist Werbung erlaubt, solange sie sachlich und begrenzt bleibt. KI-Sichtbarkeit bewegt sich genau in dem Rahmen, den BGFA und kantonale Berufsregeln offen lassen.
Artikel 12 Buchstabe d BGFA erlaubt sachliche Werbung, die einem objektiven Informationsbedürfnis entspricht. Ein vollständiges SAV-Profil, präzise Angaben zu Tätigkeitsschwerpunkten, Fachartikel und gepflegte Verzeichniseinträge sind davon getragen. Das sind dieselben Inhalte, die KI-Systeme gewichten.
Unsere Empfehlungen ziehen dieselbe Grenze wie das Standesrecht: reisserische Selbstanpreisung, Vergleiche mit Berufskollegen sowie Erfolgs- oder Quotenversprechen haben darin keinen Platz. Das Berufsgeheimnis nach Artikel 13 BGFA bleibt unberührt, weil alle Massnahmen mit öffentlichen Inhalten arbeiten und kein Mandantenbezug verwendet wird.
Woher die KI ihr Bild Ihrer Kanzlei nimmt
Die juristische Quellenwelt ist enger und formeller als bei den meisten Branchen. ChatGPT stützt seine Anwaltsempfehlungen auf wenige wiederkehrende Register, Fachmedien und publizierte Entscheide. Welche davon bei Ihrem Rechtsgebiet und Standort führen, lesen wir aus Ihren eigenen Prompts ab.
Register und Verzeichnisse
- SAV-Anwaltsregister Zentrale Namensquelle mit Rechtsgebieten
- Kantonale Aufsichtsregister Zulassung und Eintrag je Kanton
- local.ch, moneyhouse Standort- und Firmendaten
- Handelsregister, zefix Rechtsform und Sitz der Kanzlei
Fachmedien und Entscheide
- Jusletter, AJP Fachpublikationen mit Autorennennung
- Plädoyer Praxisnahe juristische Beiträge
- Gerichtsentscheide Parteivertreter in publizierten Urteilen
- NZZ, Fachblogs Einordnung zu Rechtsthemen
Ihre eigene Domain
- Rechtsgebiets-Seiten Je Schwerpunkt eine eigene Seite
- Team-Bios mit Spezialisierung Person-Schema je Anwalt
- Fachartikel und Kommentare Crawlbar und sachlich gehalten
- FAQ im Mandanten-Wortlaut Mit FAQPage-Schema
Sie erhalten die tatsächliche Quellenverteilung für Ihre eigenen Prompts, mit Namen und Häufigkeit. Damit wird sichtbar, ob ein vervollständigtes SAV-Profil, ein Fachbeitrag in Jusletter oder eine eigene Rechtsgebiets-Seite bei Ihnen am meisten bewegt.
Welche Mandanten-Fragen erreichen heute Ihre Kanzlei und welche die Konkurrenz?
Bombelli definiert mit Ihnen drei Prompt-Schichten. Kanzlei- und Anwalts-Prompts nennen Namen oder Partner direkt und zeigen, wie die KI Sie heute beschreibt. Fach-Regio-Prompts wie „Erbrecht Anwalt Luzern“ entscheiden über die Shortlist bei einer konkreten Suche. Fall-Prompts wie „wie gehe ich bei Mobbing am Arbeitsplatz vor und an wen wende ich mich“ fangen Mandanten ein, die ihr Problem schildern, bevor sie ein Rechtsgebiet benennen. Jede Schicht testen wir über mehrere grosse KI-Suchsysteme und dokumentieren Zitierquote, Nennungskontext und die Kanzleien, die heute Ihren Platz besetzen. So sehen Sie, bei welchen Anliegen Sie genannt werden und wo eine fachlich passende Kanzlei stattdessen die Empfehlung bekommt.
Zehn Hebel für Kanzlei-Sichtbarkeit in ChatGPT
Diese Hebel stammen aus Bombelli-Audits für Anwaltskanzleien und bleiben durchwegs im Rahmen der Berufsregeln. Wie stark jeder einzelne bei Ihnen wirkt, hängt von Rechtsgebiet, Standort und Ausgangslage ab. Der Audit ordnet sie nach Ihrer eigenen Wirkung.
- 01SAV-Profil und kantonales Register vollständig führengrösster HebelRechtsgebiete, Sprachen, Fachanwaltstitel und Spezialisierungen lückenlos eintragen. Das Register ist die häufigste Namensquelle für die KI und ein unvollständiger Eintrag fällt in Fach-Regio-Antworten als Erstes weg.
- 02Eigene Seite je Rechtsgebiet mit klarem SchwerpunktSpezialist schlägt GeneralistPro Spezialgebiet eine sachliche Seite mit typischen Mandantenfragen, Verfahrensablauf und erwartetem Aufwand. So verknüpft die KI Rechtsgebiet, Standort und Kanzlei, statt Sie unter einem breiten Profil zu verlieren.
- 03Gerichtsentscheide mit Parteivertreter-Nennungnicht beeinflussbarIn publizierten Urteilen dokumentierte Mandate zählen für die KI als belastbarer Expertise-Beleg. Genau weil niemand sie selbst platzieren kann, wiegen sie schwer. Wo solche Entscheide existieren, lohnt es sich, sie auf der eigenen Seite sachlich aufzugreifen.
- 04Fachbeiträge in Jusletter, Plädoyer oder AJPKanzlei-spezifischEine substanzielle Publikation in einer dichten Fachquelle taucht in vielen KI-Antworten gleichzeitig wieder auf. Parallel dazu eine eigene Kurzfassung mit Verweis auf den Originalbeitrag verankern.
- 05LegalService- und Person-Schema hinterlegenKanzlei-Adresse und Leistungen strukturiert auszeichnen, jeden Anwalt mit Rechtsgebiet und Erfahrung als Person-Schema. So liest die KI Ihre Angaben direkt von der Seite, auch wenn sie gerade nicht live crawlt.
- 06Lehraufträge, Referate und Verbandsengagement dokumentierenVorlesungen, Weiterbildungsinstitute, Fachtagungen und Vorstandsfunktionen. Diese Belege geben der KI ein Expertise-Signal, das sachlich bleibt und standesrechtlich unproblematisch ist.
- 07FAQ im Mandanten-Wortlaut mit FAQPage-SchemaDie Fragen so formulieren, wie Mandanten sie stellen, etwa „muss ich ein Erbe innert Frist ausschlagen“, und in 40 bis 80 Wörtern sachlich beantworten. Diese kurzen Blöcke übernimmt die KI gern wörtlich.
- 08NAP-Daten über alle Verzeichnisse konsistent haltenName, Adresse und Kontakt müssen in SAV, local.ch, moneyhouse und im Handelsregister übereinstimmen. Widersprüchliche Angaben senken die Wahrscheinlichkeit, dass die KI Ihre Kanzlei eindeutig zuordnet.
- 09llms.txt mit Rechtsgebieten und StandortenEine maschinenlesbare Zusammenfassung der Kanzlei im Root, die GPTBot, ClaudeBot und Google-Extended beim Crawlen direkt finden. Hilfreich, damit die KI Schwerpunkte und Standorte korrekt erfasst.
- 10Sichtbarkeit vierteljährlich nachmessenDie Zitierquote alle drei Monate erheben. Die Konkurrenz im selben Rechtsgebiet bewegt sich, neue Entscheide werden publiziert und Modell-Updates verschieben Positionen, bevor es im Erstkontakt auffällt.
Welcher dieser Hebel bringt bei Ihrer Kanzlei am meisten? Eine erste Antwort liefert der GEO-Check in zwei Minuten, mit Zahlen aus echten Prompts für Ihr Rechtsgebiet.
Sichtbarkeit jetzt prüfenWarum eine Kanzlei diesen Zahlen trauen kann
Bei Diskretion und Quellenkontrolle zählt, dass Sie jeden Schritt selbst nachvollziehen können. Darum legen wir offen, wie jede Aussage zustande kommt, halten den Audit auf öffentliche Quellen begrenzt und behandeln alles, was über Sie erhoben wird, mit der Sorgfalt, die das Berufsgeheimnis verlangt.
Verfahren aus der Forschung, an juristischer Sorgfalt orientiert
Das Prompt-Audit-Verfahren ist an der HSLU entstanden, betreut von Prof. Dr. Philipp Bachmann. Sie erhalten eine dokumentierte, wiederholbare Vorgehensweise mit nachvollziehbaren Kriterien, vergleichbar mit der Beweisführung, die Sie aus Ihrer eigenen Arbeit kennen.
Jede Aussage ist bis zur KI-Antwort belegbar
Prompts, Originalantworten, Quellenlisten und Zitierquoten liegen jedem Report als CSV-Export bei. Für eine Berufsgruppe, die Belege braucht, lässt sich jede Zahl im Report bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen.
Nur öffentliche Quellen, Datenstandort Schweiz
Der Audit liest nur öffentliche KI-Antworten und deren Quellen; Mandatsakten und Ihre Systeme bleiben aussen vor. Reports und Projektdaten bleiben auf Schweizer Servern, DSG-konform und im gleichen Rechtsraum wie Ihre Kanzlei.
Häufige Fragen
Verstösst KI-Sichtbarkeit gegen das anwaltliche Werbeverbot nach BGFA?
Das BGFA erlaubt Werbung in klaren Grenzen. Nach Artikel 12 Buchstabe d ist sachliche Werbung erlaubt, die einem objektiven Informationsbedürfnis entspricht. Genau das leistet KI-Sichtbarkeits-Arbeit: ein vollständiges SAV-Profil, sachliche Angaben zu Tätigkeitsschwerpunkten, Fachartikel und gepflegte Verzeichniseinträge. Diese Inhalte sind standesrechtlich getragen und werden von KI-Systemen gewichtet. Reisserische Selbstanpreisung oder Erfolgsversprechen bleiben ausgeschlossen, der Audit empfiehlt nichts dergleichen.
Welche juristischen Quellen zitiert ChatGPT für Anwaltsempfehlungen?
Häufig das SAV-Anwaltsregister und die kantonalen Aufsichtsregister, Fachmedien wie Jusletter, Plädoyer und die AJP, publizierte Gerichtsentscheide mit Nennung der Parteivertreter, Verzeichnisse wie local.ch, moneyhouse und das Handelsregister sowie Fachbeiträge auf der Kanzlei-Website. Je fachlicher und sachlicher die Quelle ist, desto eher zitiert die KI sie. Der Audit liefert die konkrete Quellenverteilung für Ihre Rechtsgebiete und Standorte.
Wir sind auf ein Rechtsgebiet spezialisiert. Ist das ein Vorteil in der KI-Antwort?
Ja, deutlich. Fach-Regio-Prompts wie „Anwalt für Erbrecht Zürich“ oder „spezialisierte Kanzlei Baurecht Bern“ führen zu kurzen Namenslisten, auf denen klar profilierte Spezialisten häufiger erscheinen als Generalisten. Die KI verknüpft ein Rechtsgebiet mit den Kanzleien, deren Profil, Publikationen und dokumentierte Mandate dieses Gebiet am dichtesten belegen. Der Audit zeigt, welche Spezialisierungen ChatGPT heute bereits mit Ihrer Kanzlei verbindet und wo die Verknüpfung fehlt.
Bleibt die anwaltliche Schweigepflicht beim Audit gewahrt?
Vollständig. Der Audit liest ausschliesslich öffentliche KI-Antworten und die Quellen, die diese Antworten nennen. Er greift nie auf Mandatsakten oder Ihre Systeme zu. Alle empfohlenen Massnahmen arbeiten mit öffentlich zugänglichen Inhalten: Rechtsgebiete, Teamprofile, Fachartikel, anonymisierte Verfahrensbeschriebe. Kein konkreter Mandantenbezug wird verwendet, das anwaltliche Berufsgeheimnis nach Artikel 13 BGFA bleibt vollständig gewahrt.
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Wie ein fertiger Kanzlei-Audit aussieht, mit Zitierquoten und Quellenliste.
- Die fünf Schritte unserer Methodik
Wie aus Mandanten-Prompts ein nach Wirkung sortierter Massnahmenplan wird.
- In ChatGPT empfohlen werden
Was nötig ist, damit die KI eine Kanzlei aktiv weiterempfiehlt.
- KI-Sichtbarkeit für Treuhänder
Dieselbe Frage für Treuhand- und Beratungsmandate, mit eigener Quellenwelt.
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